Potenzbegriff erweitern — warum a⁰ = 1 gilt
Extending the concept of powers — why a⁰ = 1
a⁰ = 1, a⁻ⁿ = 1/aⁿ und a^(1/2) = √a sind keine willkürlichen Setzungen, sondern die einzigen, die die Potenzgesetze erhalten. In der Reihe 2³ = 8, 2² = 4, 2¹ = 2 halbiert jeder Schritt — setzt man das Muster fort, folgt zwingend 2⁰ = 1 und 2⁻¹ = 1/2, sonst brechen die Potenzgesetze zusammen. Ebenso erzwingt (a^(1/2))² = a¹, dass a^(1/2) = √a gilt: rationale Exponenten sind Wurzeln. Das ist das Permanenzprinzip (Malle 2007; vom Hofe, Grundvorstellungen), und es räumt die Fehlvorstellungen aus, a⁰ = 0 oder negative Exponenten ergäben negative Zahlen.
Voraussetzungen (2)
Ermöglicht (2)
Setze die Reihe fort: 2³ = 8, 2² = 4, 2¹ = 2, 2⁰ = ?
5⁰ = 0.
Setze die Reihe fort: 3² = 9, 3¹ = 3, 3⁰ = 1, 3⁻¹ = ?
3⁻² ist eine negative Zahl.
4^(1/2) = ?
2⁰ · 2⁵ = 2^___
a⁰ = 1 ist so festgelegt, dass die Potenzgesetze (z. B. aᵐ · aⁿ = aᵐ⁺ⁿ) ohne Ausnahme weitergelten.
In der Reihe 10³ = 1000, 10² = 100, 10¹ = 10, … wird bei jedem Schritt …
Welche Rechnung begründet, dass 9^(1/2) = √9 sein muss?
Paul behauptet: 2⁻³ = −8. Was ist sein Denkfehler?
8^(1/3) = ?
2^(1/2) liegt zwischen 1 und 2.