Die Ableitungsfunktion
Wie schnell ändert sich eine Funktion an jeder Stelle?
Ein Auto legt in 2 Stunden 160 km zurßck, im Schnitt also 80 km/h. Wie schnell aber fährt es genau jetzt? Der Tacho zeigt in jedem Augenblick einen
anderen Wert. Die Figur zeigt die Fahrt aus dem Kurs zu Sekanten,
Nach dem Start sind es 45 km/h, nach einer Stunde 85, nach zwei Stunden 125: Zu jedem Zeitpunkt gehĂśrt eine eigene Geschwindigkeit. Aus der einen
Zahl der Steigung wird so eine ganze Funktion, die
Lokale Ănderungsrate
HĂśhe und Steigung
Der Kurs zu Sekanten endete mit einer Zahl. Die Sekanten durch einen Punkt
Bei
Die beiden Zahlen zu verwechseln, ist der häufigste Fehler. Eine Gerade durch P mit der Steigung 9 statt 6 berßhrt die Parabel nicht: Sie schneidet
sie ein zweites Mal, bei
Steigt oder fällt?
Links vom Scheitel zeigt der Chip negative Steigungen: bei
Jede dieser Zahlen kostete bisher eine eigene h-Rechnung: eine bei 3, eine zweite bei â1. Der Tacho zeigt aber in jedem Augenblick einen Wert. Gibt es eine Regel, die zu jeder Stelle die Steigung liefert?
Von der Zahl zur Funktion
Die Spur der Steigungen
Die Zahl
Die Spur ist eine Gerade durch den Ursprung. Die Chips liefern
Aus vielen einzelnen Zahlen ist damit eine Funktion geworden. Die Zuordnung
Die Rechnung an jeder Stelle
Abgelesen ist noch nicht gezeigt, denn die Chips springen in Schritten von 0,5. Die h-Rechnung vom Anfang liefert dieselbe Gerade, wenn statt 3
eine beliebige Stelle
Also ist
Der Graph von fâ˛
Vorzeichen und Nullstellen
FĂźr
Q liegt Ăźber der x-Achse, solange der Graph von
Vorsicht: Bei
Den Graphen skizzieren
Eine Skizze von fⲠentsteht in drei Schritten, jeder mit einem Blick auf f: erst die Stellen mit waagerechter Tangente (dort hat fⲠNullstellen), dann das Vorzeichen (steigt oder fällt f?), zuletzt die Steilheit an einigen Stellen, abgelesen an einem Steigungsdreieck mit 1 nach rechts.
Nach Schritt 1 stehen zwei Punkte von fⲠfest,
Der Graph von fⲠist also keine verkleinerte Kopie von f. Eine Kopie hätte ihre Nullstellen bei 0 und
Knick und Sprung
Der Knick
Die Betragsfunktion
Die Chips bleiben stehen: mâ = 1 und mâ = â1, egal wie klein
Die Sekanten von rechts haben immer die
Allgemein heiĂt differenzierbar an der Stelle
Sprung und Stetigkeit
Auch ein Sprung verhindert die Tangente. Die Funktion mit
Der Chip mâ bleibt bei 1, aber mâ wächst: bei
Stetig heiĂt, wie bei den abschnittsweise definierten Funktionen: Der Graph lässt sich ohne Absetzen zeichnen. Wo f einen Sprung
hat, ist f nicht stetig und darum nicht differenzierbar. Umgekehrt genĂźgt Stetigkeit nicht:
Die Potenzregel
Das Muster
FĂźr
Vorsicht: Es ist nicht
| f(x) | Differenzenquotient nach dem KĂźrzen | fâ˛(x) fĂźr h â 0 |
|---|---|---|
| x² | 2x + h | 2x |
| x³ | 3x² + 3xh + h² | 3x² |
| xⴠ| 4x³ + 6x²h + 4xh² + h³ | 4x³ |
In jeder Zeile wandert der
x und Konstanten
Zwei Sonderfälle fehlen noch in der Tabelle: die Gerade
In der Figur zeigt der Chip auf
Damit lassen sich alle Potenzen mit ganzzahligen Exponenten ab 1 ableiten:
Faktor- und Summenregel
Faktor und Summe
Die Funktion
Bei
Bei einer Summe teilt sich der HĂśhenunterschied genauso auf: Der Differenzenquotient von
Term fĂźr Term wird
Konstanten und Klammern
Ein konstanter Summand fällt beim Ableiten weg:
Vorsicht bei Klammern: FĂźr
Die Faktorregel gilt nur fĂźr Zahlen als Faktoren. Ein Produkt wie
Die Tangentengleichung
Die Tangente aufstellen
Die Regeln liefern fĂźr
Bei
Setzt man
Im Beispiel:
Der Steigungswinkel
Der Steigungswinkel
Vorsicht: Steigung und Winkel sind verschiedene GrĂśĂen. Eine Steigung von 100 % (m = 1) entspricht 45°, nicht 100°.
Am Taschenrechner steht die Taste tanâťÂš (Gradmodus). Eine StraĂe mit 8 % Steigung, also
Ănderungsraten im Sachzusammenhang
Momentan und im Mittel
Das Auto vom Anfang, dasselbe wie im Kurs zu Sekanten, fährt nach
Bei
Die Einheit ist âEinheit von s pro Einheit von tâ. Was
Vorzeichen und HĂśhepunkt
Ein Ball wird senkrecht hochgeworfen:
Bis
RĂźckblick
Der Tacho vom Anfang ist jetzt eine Rechnung:
Weggelassen hat der Kurs alles auĂer ganzrationalen Funktionen. FĂźr Produkte wie